Erfolgreiche Mitarbeitergewinnung
Ob qualifizierte Mitarbeitende oder Auszubildende: Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, neue Fachkräfte einzustellen. Wir erklären, wie der Arbeitsmarkt auch für Optiker heute funktioniert, welche Rahmenbedingungen wichtig sind und geben Tipps, wie es Ihnen gelingt, neue und motivierte Mitarbeitende zu gewinnen.
Der Bewerbungsprozess im Detail
Bevor Sie eine Stellenanzeige verfassen, sollten Sie sich fragen, wer Ihre Zielgruppe ist. Geht es um neue Auszubildende oder Fachkräfte? Mit Blick auf die Zielgruppe können Sie die Vorzüge Ihres Betriebs zielgerichtet bewerben und mit konkreten Angeboten und Benefits zeigen, dass Sie die Bedürfnisse ihrer künftigen Mitarbeiter verstehen.
Was macht Ihr Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber für potenzielle Bewerber? Das können Weiterbildungsmöglichkeiten sein, ein wertschätzendes Miteinander oder auch Benefits über die gute Vergütung.
Ebenfalls interessant: Was ist Ihnen für Ihr Betriebsklima wichtig? Wie sieht das Markenprofil des Betriebes aus und was macht ihn besonders?
Die Stellenanzeige sollte individuell für die offene Position formuliert sein und den künftigen Mitarbeiter persönlich ansprechen. Eine einfache Sprache mit kurzen und prägnanten Sätzen hilft den Lesern, das Wesentliche schnell zu erfassen.
Wer einen neuen Ausbildungsplatz oder einen neuen Job sucht, nutzt heute in der Regel direkt das Internet. Es kann sinnvoll sein, Google Advertising zu nutzen, da hier Anzeigen räumlich und zeitlich eingeschränkt geschaltet werden können. Auch auf klassischen Jobbörsen bekommen gut formulierte und aufmerksamkeitsstarke Stellenangebote meist positive Resonanz.
Karrieremessen ermöglichen persönlichen Kontakt und eine direkte Ansprache. Ein offener Stand in Verbindung mit einer kleinen Interaktion lädt ein und weckt Interesse. Statt potenziellen Bewerbern Informationen als Flyer oder auf einer Visitenkarte mitzugeben, kann es zielführender sein, sie aufzufordern eine „Mini-Bewerbung“ direkt vor Ort abzugeben.
Anforderungsprofile helfen, vor dem Gespräch zu überlegen, welche Kompetenzen zwingend erforderlich sind für den Bewerber. Ergänzen Sie das Profil um eine Punkteskala, denn dann können Sie Bewerber nach den Vorstellungsgesprächen noch einmal faktenbasiert miteinander vergleichen.
Ebenfalls wichtig: Berücksichtigen Sie neben fachlichen Kompetenzen auch Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Umgang mit Kunden. Bewerten Sie selbst: Was kann mein künftiger Mitarbeitender eventuell im Betrieb noch lernen und was sollte er unbedingt schon mitbringen?
Sinnvoll ist es darüber hinaus einen Fragenkatalog zu erstellen. So fällt es leichter, sich für den Bewerber zu entscheiden, der am Besten zu Ihren Anforderungen und zu Ihrem Unternehmen passt – und umgekehrt.
Generation Z auf dem Arbeitsmarkt
Bei der Generation Z, die die Jahrgänge 1995 bis 2010 umfasst, handelt es sich um die sogenannten „Digital Natives“. Sie sind mit Smartphones und digitalen Technologien groß geworden und integrieren sie stark in ihren Alltag.
Wann immer sie etwas wissen oder lernen möchten, suchen sie direkt auf Google oder YouTube danach und eignen sich Wissen, beispielsweise durch Tutorials, selbst an.
Sie ordnen beruflichen Erfolg stets einem erfüllten Privatleben unter. Werte wie Familie, Gesundheit, Freiheit und Sicherheit sind ihnen sehr wichtig, was sich, im Gegensatz zu ihrer Vorgängergeneration, in ihrer Work-Life-Balance widerspiegelt. Die Gestaltung von Arbeitszeiten ist somit ein entscheidender Faktor, der in dem Stellenangebot beschrieben werden sollte. Wichtig ist dieser Generation, dass man ihnen zuhört und sie aktiv beteiligt.
Die Generation Z hat ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis, da sie sich über Social Media stets über die globalen Krisen informiert. Deshalb berücksichtigen sie sowohl bei der Wahl der Berufsausbildung als auch bei der des Arbeitgebers dessen Zukunfts- und Krisensicherheit. In Kombination mit einer attraktiven Vergütung ist die Optikbranche für diese Generation daher sehr interessant.
Sie neigt dazu, sich weniger fest an Verpflichtungen zu binden. Wenn jedoch die Arbeitsbedingungen ihren Anforderungen entsprechen, sind auch Bewerber aus der Generation Z zuverlässige Mitarbeiter.
Fazit
Der Arbeitsmarkt ist heute ein Arbeitnehmermarkt.
Deshalb müssen sich Unternehmen bei den Bewerbern genauso vorstellen wie umgekehrt. Der künftige Mitarbeitende entscheidet aktiv, wo er oder sie arbeiten möchte. Betriebe müssen sich darüber im Klaren sein, welche Bedingungen und Konditionen für sie in der Zusammenarbeit entscheidend sind und was sie für Bewerber attraktiv macht.