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Ihr Unternehmenserfolg | 26.09.2024

Wie KI unseren Alltag effizienter macht

Künstliche Intelligenz kommt im Alltag bereits weitaus öfter zum Einsatz als den meisten auf den ersten Blick bewusst ist. Wie sie unsere Arbeit bereichert und uns in der Optikbranche konkret unterstützen kann, verrät Digitalisierungsexperte Thorsten Jekel im Interview.

Thorsten Jekel, Digitalisierungsexperte

"KI ist im Prinzip Wahrscheinlichkeitsrechnung"

Thorsten Jekel, Digitalisierungsexperte

Künstliche Intelligenz ist die Gegenwart und sie ist bereits in vielen Bereichen im Einsatz. Sie ersetzt uns jedoch nicht, sondern ergänzt uns. Es gibt verschiedene Beispiele: 2019 war ich in New York in einem komplett über KI gesteuerten Supermarkt von Amazon Go, den man nur mit der passenden App betreten kann. Die dafür notwendige App zum Betreten und Bezahlen des Stores war nicht so ohne Weiteres schnell mal installiert und auch das Einkauferlebnis ohne jegliches Personal, waren aus meiner Sicht für Kunden nicht so befriedigend. Der Einsatz von KI war an dieser Stelle also zu präsent und hat den Mehrwert für den Kunden geschmälert.

Ein positives Beispiel hingegen, wie KI genutzt werden kann, um uns sinnvoll zu unterstützen, ist die Bäckerei Bäko. Das Personal von Bäko konzentriert sich ausschließlich auf die emotionale und persönliche Beratung des Kunden, der Kassiervorgang wird jedoch automatisch über Künstliche Intelligenz abgewickelt.

Hier macht KI Sinn und stiftet einen Mehrwert, da sie das Einkaufserlebnis des Kunden durch eine gute Beratung von Mensch zu Mensch fördert und gleichzeitig die Mitarbeiter um automatische Abläufe wie das Kassieren entlastet. Hier sieht man also gut, wie Technik idealerweise genutzt werden kann, um Arbeitsabläufe produktiver zu gestalten.

KI ist im Prinzip eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, die darüber funktioniert, dass sie mit allen denkbaren Möglichkeiten trainiert wird und dann die wahrscheinlichere Variante als nächsten möglichen Vorschlag liefert.

Als Anwendungsbeispiel sieht man dies häufig in Vertriebsorganisationen, die Kunden Produkte empfehlen, bei denen die Wahrscheinlichkeit eben am größten ist, dass sie diese als nächstes kaufen.

Es gibt verschiedene Bereiche, in denen KI ohne viel Aufwand direkt unterstützen kann. Ist ein Optiker beispielsweise auf Personalsuche, kann ChatGPT einen Vorschlag formulieren, der sich abhebt und dadurch Aufmerksamkeit weckt. Wichtig ist hierbei, ChatGPT zu sagen, für wen man die Stellenanzeige schreiben möchte. Wer es kreativer mag, kann ChatGPT zusätzlich bitten, in einem regionalen Dialekt oder einem bestimmten Sprachniveau zu formulieren. Ähnlich funktioniert dies auch, wenn man einen Zeitungsartikel für eine bestimmte Zeitung verfassen möchte. Unter Angabe der Zielgruppe und eines Links zur Zeitung, formuliert ChatGPT einen gewünschten Inhalt, der zum Medium passt.

Ein weiterer Use Case wären Chatbots, die auf der eigenen Website auch außerhalb der Öffnungszeiten mit den Kunden in einen Dialog treten und erste Fragen beantworten. Mit Diensten wie Chatbase kann das sehr einfach implementiert werden.

In Sachen Social Media können schnell und unkompliziert Videos produziert werden. Die Applikation Captions generiert dann automatische Untertitel und Emojis, so dass User den Inhalt nicht nur hören, sondern auch lesen können, was zu einer höheren Resonanz führt.

KI = IK. Künstliche Intelligenz sollte wie eine intelligente Kollegin betrachtet werden. Sie kann die eigene Arbeit an Stellen, wo es sinnvoll ist, unterstützen und damit effizienter machen. Deshalb bedeutet Digitalisierung für mich Beschleunigung unserer eigenen Arbeit.  

Damit das gelingt, müssen wir die Technik, die uns zur Verfügung steht, einfach direkt nutzen. In der Regel reizen wir das technische Potenzial unserer digitalen Geräte nicht ansatzweise aus, weshalb es an der Zeit ist, sich der technischen Möglichkeiten bewusst zu werden und loszulegen.

Mann mit Brille und Datenstrahl

B.I.G. NORM® Brillengläser

Ein weiteres Beispiel für die ideale Synergie zwischen KI und Mensch sind die B.I.G. NORM® Brillengläser von Rodenstock. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden die individuellen Parameter des Auges weitaus präziser als bei herkömmlichen Brillengläsern berücksichtigt, obwohl der Optiker lediglich die vier Standard-Refraktionswerte als Basis übermittelt hat. B.I.G. NORM® bietet dem Brillenträger somit bestes Sehen an.

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Bildquelle: Thorsten Jekel